Atemnot? Brustschmerzen? Bewusstlosigkeit? Ein schwerer Unfall? Bitte wählen Sie bei einem solchen Notfall sofort die
Medizinisch-therapeutisches Konzept der Geriatrischen Rehabilitationsklinik St. Elisabeth-Hospital Mettingen
Das vorliegende Konzept erläutert die Notwendigkeit hoher Qualitätsstandards in der geriatrischen Versorgung, wie sie von den Modellkliniken in Nordrhein-Westfalen geleistet werden. Dabei wird zunächst das St. Elisabeth-Hospital Mettingen vorgestellt, das keine indikationsspezifische Kureinrichtung, sondern eine Spezialklinik für alte Menschen ist. Anschließend werden die Besonderheiten der geriatrischen Patienten beschrieben. Es folgt die Darstellung des Behandlungsspektrums und der Leistungen des St. Elisabeth-Hospitals, die in diesem Umfang nur in den Modellkliniken erbracht und gewährleistet werden, wie die abschließend beschriebenen Qualitätsmaßstäbe und das Qualitätsmanagement zeigen.
Das St. Elisabeth-Hospital Mettingen ist seit dem 01.10.1996 eine von fünf Einrichtungen für geriatrische Rehabilitation in Nordrhein-Westfalen, die vom ehemaligen Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung und vom Ministerium für Jugend, Familie und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen als Modellklinik für die innovative Disziplin "geriatrische Rehabilitation" gefördert wurde. Vertreter der Ministerien waren in den Planungsprozess intensiv involviert. Dem Konzept haben die Landesverbände der Krankenkassen zugestimmt.
Es besteht ein Versorgungsvertrag nach § 111 SGB V, Träger ist die Mathias-Stiftung Rheine, Frankenburgstraße 31 in 48431 Rheine.
Gemeinsam mit dem Jakobi-Krankenhaus in Rheine, einem Akutkrankenhaus für Geriatrie und Palliativmedizin, bildet das St. Elisabeth-Hospital Mettingen das "Zentrum für Altersmedizin" (ZfA) der Mathias-Stiftung Rheine. Das ZfA versteht sich als Kompetenz- und Referenzzentrum für Geriatrie in der Region. Als solches greift es Fragen der medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Patientenversorgung, der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie der Organisation und Struktur der gesundheitlichen und sozialen Versorgung älterer Menschen in der Region auf.
Das St. Elisabeth-Hospital Mettingen ist Mitglied im Bundesverband Geriatrie e.V. sowie des Landesverbands Geriatrie NRW und erfüllt somit die hohen Qualitätsanforderungen dieser Institutionen. Darüber hinaus beteiligt es sich regelmäßig aktiv an deren Veranstaltungen, Umfragen und Aktionen.
Insgesamt hält das St. Elisabeth-Hospital Mettingen 100 vollstationäre sowie zehn teilstationäre Behandlungsplätze vor. Darüber hinaus bestehen Institutsambulanzen für Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie sowie eine Chefarztambulanz. Die Klinik behandelte im Jahr 2010 über 1700 stationäre Patienten sowie 140 teilstationäre Patienten.
Das multiprofessionelle Geriatrische Team steht unter der Leitung des Chefarztes mit der Qualifikation Innere Medizin, Zusatzbezeichnung Klinische Geriatrie, Psychotherapie und suchtmedizinische Grundversorgung. Neben dem Ärztlichen Dienst besteht das Geriatrische Team aus dem Pflegedienst, dem Sozialdienst, der Physiotherapie, der Ergotherapie und der Logopädie. Ergänzend können Ernährungsberatung, Seelsorge, ärztlicher Konsiliardienst, Orthopädietechnik und Hilfsmittelversorgung in die Therapie eingebunden werden.
Als diagnostische Möglichkeiten stehen zur Verfügung
Es werden Punktionen des Pleuraraumes, des Abdomens sowie Gelenkpunktionen mit Instillation von Medikamenten durchgeführt.
In der Wundambulanz werden akute und chronische Wunden versorgt. Kleinere chirurgische Eingriffe wie Abszessspaltungen, Nekroseabtragungen etc. werden in Lokalanästhesie oder Sedierung durchgeführt. Alle Verbandtechniken inklusive Vakuumverbände werden situationsgerecht angewandt.
So individuell wie die Biographien und die Krankheitsbilder unserer Patienten, so individuell sind auch die von uns angebotenen Therapien.
Die ärztliche Therapie orientiert sich an dem patientenspezifischen Ergebnis des geriatrischen Assessments und basiert auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie beinhaltet außerdem die geriatrisch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Hausärzten und ambulanten Diensten sowie die multiprofessionelle Teamarbeit im St. Elisabeth-Hospital. Täglich wird eine Röntgenbesprechung durchgeführt. Hierbei werden unter der Anleitung des Chefarztes Röntgenaufnahmen des Thorax und des Abdomens sowie Notfalluntersuchungen des knöchernen Skeletts demonstriert und befundet. Anschließend erfolgt eine Besprechung über Patienten mit akuten Komplikationen und außergewöhnlichen Befunden. Zusätzlich werden regelmäßige Unterweisungen in ethischem, wissenschaftlichem und rechtlichem Handeln durchgeführt. Wichtige Ausbildungsinhalte in den Besprechungen und den gemeinsamen Visiten sind unter anderem die Vermittlung ärztlicher Gesprächsführung einschließlich der Beratung von Angehörigen. Durch die besondere psychosomatische und psychotherapeutische Ausrichtung des Chefarztes können auch typische psychosomatische und gerontopsychiatrische Krankheitsbilder behandelt werden. Ebenso können Suchtprobleme gezielt mittherapiert werden. Diese Schwerpunkte spiegeln sich auch in der Diagnosestatistik wider.
Unser Verständnis von aktivierend-therapeutischer Pflege orientiert sich an der vom Bundesverband Geriatrie e. V. erarbeiteten Definition. Die aktivierend-therapeutische Pflege in der Geriatrie ist von einem Beziehungsprozess mit zielgerichteten Maßnahmen und aktivierend-trainierenden Aktivitäten mit den Betroffenen geprägt. Dabei werden die jeweiligen Schwerpunkte der Pflege aus der konkreten Situation des Betroffenen abgeleitet. Unter Beachtung der vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie der gesundheitlichen Einschränkungen stehen das (Wieder)erlangen und Erhalten von Alltagskompetenz im Mittelpunkt, d.h. einerseits wird dem "alten", multimorbiden Menschen trotz bzw. mit seinen aktuellen oder chronifizierten Einschränkungen ermöglicht, sein Handeln selbst zu erfahren. Andererseits wird er mit pflegerischer Unterstützung dahin gehend motiviert, Aktivitäten wieder zu erlernen oder einzuüben.
Je nach Krankheitsbild werden die Patienten von den verschiedenen Therapeuten nach standardisierten Behandlungsverfahren, die im Qualitätsmanagementsystem hinterlegt sind, behandelt. Jeder Patient erhält täglich mindestens zwei Therapieeinheiten aus den Bereichen Physio- und Ergotherapie sowie bei Bedarf zusätzlich logopädische Anwendungen. Die therapeutischen Angebote umfassen Behandlungen nach verschiedensten Konzepten, die sich individuell am Patienten und seinem Krankheitsbild orientieren.
Folgende Konzepte und Therapien werden angeboten
Darüber hinaus werden unterschiedliche Wellnessbehandlungen, wie Fußreflexzonenmassage, Entspannungstraining nach Jacobsen, autogenes Training und Hot-Stone angeboten. Zudem trainieren die therapeutischen Mitarbeiter mit den Patienten die Handhabung notwendiger Hilfs- und Heilmittel, z.B. Rollstuhl, Rollator, Pflegebett, Lifter.
Geriatrische Patienten sind definiert durch eine bestehende Multimorbidität, d.h. durch das Vorhandensein chronischer Mehrfacherkrankungen sowie durch ein Lebensalter von 70 Jahren und älter. Die geriatrische Multimorbidität schließt zahlreiche geriatrische Syndrome ein.
Dazu gehören Störungsbilder wie
Das Auftreten von Komplikationen und/oder Folgeerkrankungen führt bei diesem Patientenklientel häufig zu einem Verlust der Autonomie, der Alltagskompetenz und damit der Selbständigkeit. Ziel der geriatrischen Rehabilitation ist demzufolge die Wiederherstellung, die Verbesserung und die Erhaltung vorhandener Fähigkeiten und daraus resultierend eine größtmögliche Unabhängigkeit des Patienten. Im St. Elisabeth Hospital wird der Rehabilitationsprozess gemeinsam mit dem Patienten und ggfs. seinen Angehörigen geplant. Seine persönlichen Ziele und Vorgaben zu Inhalten, Umfang, Tempo und Dauer der Behandlungsmaßnahmen fließen in die Therapieplanung ein. Beratungs- und Unterstützungsangebote sichern den Rehabilitationserfolg des geriatrischen Patienten auch nachhaltig in seinem häuslichen Umfeld. Gerade geriatrischen Patienten steht ein solches Leistungsspektrum nach dem plötzlichen Auftreten von Komplikationen oder Folgeerkrankungen nur bedingt zur Verfügung. Der persönliche, aber auch der gesellschaftliche Gewinn einer erfolgreichen Rehabilitation ist jedoch unbestritten.
Wegen der Komplikationshäufigkeit bei Multimorbidität ist die therapeutische Bandbreite in der geriatrischen Rehabilitation erheblich weiter angelegt als in der indikationsbezogenen Rehabilitation und daher dem Behandlungsspektrum einer geriatrischen Akutklinik vergleichbar.
Die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebendiagnosen ist bei der Erstellung des Rehabilitationsplans häufig nur sehr eingeschränkt möglich. Der Fokus der Behandlung kann während des Aufenthaltes mehrfach wechseln.
Wie in Tabelle 1 dargestellt, gibt es für die geriatrische Reha-Klinik im Gegensatz zur indikationsspezifischen Reha-Klinik lediglich drei limitierende Kriterien bei der Patientenaufnahme, nämlich
|
Kriterium |
Patientenaufnahme in |
|
|
Indikationsspezifische
Reha-Klinik
|
Geriatrische
Reha-Klinik |
|
|
Beatmungspflichtigkeit |
nein |
nein |
|
Hin-/Weglauftendenz bei Demenz |
nein |
nein |
|
Pflegestufe ≥ I |
nein |
ja |
|
MRSA |
bedingt 1) |
ja |
|
Nicht abgeschlossene Wundheilung |
nein |
ja |
|
Komplizierte Wundbehandlung |
nein |
ja |
|
Demenz ohne Hin-/Weglauftendenz |
bedingt 2) |
ja |
|
Verlegung von Intensivstationen |
nein |
ja |
|
Multimorbidität |
nein |
ja |
Tabelle 1: Aufnahmekriterien: Vergleich der indikationsspezifischen und der geriatrischen Reha-Klinik
1) nur im Ausnahmefall, abhängig von Krankenkasse
2) nur Patienten mit leichter Demenz
Grundsätzlich aufgenommen werden hingegen Patienten mit Pflegestufe, mit nicht abgeschlossener Wundheilung oder komplizierter Wundbehandlung, mit Demenz ohne Hin- bzw. Weglauftendenz, mit MRSA sowie multimorbide Patienten. Darüber hinaus werden auch Patienten aufgenommen, die unmittelbar vorher auf einer Intensivstation behandelt wurden.
Im Unterschied zur indikationsspezifischen Rehabilitation erfolgt die Patientenbehandlung im Rahmen einer geriatrischen Rehabilitation interprofessionell unter ärztlicher Leitung und beinhaltet Präventionsmaßnahmen, palliativmedizinische Behandlungsmöglichkeiten, sozialflankierende Maßnahmen, Angehörigenbeteiligung und -anleitungen, Hilfsmittelversorgung sowie Beratung zur Wohnraumanpassung. Ein weitere zusätzliche Leistung ist die Vorbereitung der nachfolgenden ambulanten Versorgung im Rahmen des Entlassungsmanagements (siehe Tabelle 2).
|
Leistungsangebote |
Erbringung in |
|
|
Indikationsspezifischer
Reha-Klinik |
Geriatrischer
Reha-Klinik |
|
|
Beratung Angehöriger |
nein |
ja |
|
Pflegerische Anleitung Angehöriger |
nein |
ja |
|
Beratung zur Wohnraumanpassung |
nein |
ja |
|
Hilfsmittelversorgung |
bedingt 1) |
ja |
|
Organisation häusliche Versorgung |
nein |
ja |
|
Überleitungspflege |
nein |
ja |
|
Palliativmedizinische Versorgung |
nein |
ja |
Tabelle 2: Leistungsangebote: Vergleich der indikationsspezifischen und der geriatrischen Reha-Klinik
1) nur im Ausnahmefall, beschränkt auf Einzelmaßnahmen
Durch eine geriatrische Rehabilitation werden kostenintensive Rück-Verlegungen ins Akutkrankenhaus minimiert, da für Notfälle (z. B. akute Herzrhythmusstörungen, Blutdruckkrisen, akute Infektionen wie Pneumonien oder fieberhafte Harnwegsinfekte, akute Verwirrtheitszustände) entsprechend qualifiziertes Personal und die notwendige Infrastruktur (EKG, Defibrillator, Monitor, Sauerstoffsättigungsmessung) vorgehalten werden.
Die Bandbreite des Behandlungsspektrums und das Entlassungsmanagement (vergl. Kapitel 2.3) verhindern darüber hinaus häufige Wiedereinweisungen in Akutkrankenhäuser (Drehtüreffekt).
Die Rehabilitationspläne und -ziele basieren auf den Ergebnissen eines interdisziplinär durchgeführten geriatrischen Assessments, an dem das Geriatrische Team, bestehend aus Mitarbeitern des Ärztlichen und des Pflegedienstes, der Physio- und Ergotherapie sowie ggfs. der Logopädie beteiligt ist. Das Assessment beinhaltet die umfassende Bewertung des Patienten hinsichtlich seiner Krankengeschichte, seines körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheitszustandes, seines Mobilitätsgrades sowie seiner erhaltenen oder möglichen Fähigkeiten zur Bewältigung des täglichen Lebens. Dabei werden familiäre Ressourcen, Wohn- und Lebenssituation und persönliche Perspektiven berücksichtigt.
Auf der Basis der Ergebnisse des Assessments wird ein individueller Behandlungsplan mit der Formulierung von Behandlungszielen anhand der Kriterien des ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit der WHO) erstellt. Der multimorbide Status, explizite Wünsche des Patienten und seiner Angehörigen sowie andere interne und externe Kontextfaktoren finden hier im Rahmen der Ressourcen des Patienten Berücksichtigung. Aus dem Behandlungsziel leiten sich Teilziele für die einzelnen Professionen des geriatrischen Teams ab. Aus diesem Gesamtbild resultiert eine Rehabilitationsprognose.
Neben der Befunderhebung mittels Anamnese und Untersuchung bietet das Assessment anhand standardisierter Testverfahren Erkenntnisse, mit denen neben der Ausgangssituation zu Beginn der Behandlung auch Veränderungen während und am Ende der Behandlung erfasst werden können. Diese Verlaufsbeobachtungen erlauben es, den Umfang des weiteren Rehabilitationspotentials besser einschätzen und eventuell neue Ziele festlegen zu können. Anhand des Assessments ist zudem eine gezielte Überleitung in die ambulante Weiterversorgung möglich.
Als Ressource für einen günstigen Rehabilitationsverlauf gewinnt in diesem Zusammenhang die Wohnortnähe zur Klinik und die enge Einbindung der Angehörigen in den Rehabilitationsprozess eine besondere Bedeutung.
Von besonderer Bedeutung ist das fallbegleitende Überleitungs- und Entlassungsmanagement, welches auch die zeitgerechte, angemessene Versorgung mit Hilfsmitteln, und, in Absprache mit den weiterbehandelnden Ärzten, Empfehlungen zur ambulanten therapeutischen Versorgung mit Heilmitteln umfasst. Die zum Funktionsausgleich bzw. zur Teilhabe notwendigen Hilfsmittel werden in der Regel schon während des stationären Aufenthaltes bestellt und in der Rehabilitationsklinik auf die Bedürfnisse des Patienten individuell angepasst, damit sie zur Entlassung bereitstehen. Abschließend wird ein ärztlicher Befundbericht zur Sicherstellung der ambulanten Weiterbehandlung erstellt. Spezielle fachliche Überleitungen (Pflege, Therapeuten) werden bei Bedarf gesondert verfasst. Durch diese Maßnahmen wird der Patient nachhaltiger und somit kostengünstiger in seinem häuslichen Umfeld stabilisiert. In Kooperation mit mehreren Partnern (Barmer/GEK, Projekt Familiale Pflege der Universität Bielefeld in Zusammenarbeit mit der AOK) wird derzeit ein umfassendes Überleitungsmanagement aufgebaut.
Grundsatz der Personalakquise und der Personalentwicklung im St. Elisabeth-Hospital Mettingen ist eine durchgängig hohe Qualifikation der Mitarbeiter in allen Berufsgruppen. Die Anwendung des aktuellen Fachwissens und aktueller Techniken wird durch ein strukturiertes innerbetriebliches Fortbildungswesen sowie durch die Förderung von Fort- und Weiterbildung sichergestellt.
Im ärztlichen Bereich wird die von der BAR (Bundesarbeitsgemeinschaft für Geriatrie) angestrebte Quote von Fachärzten bzw. von Ärzten mit abgeschlossener Weiterbildung Geriatrie von mehr als 50 % jederzeit erfüllt.
Im Pflegedienst wird der geforderte Anteil von Mitarbeitern mit dreijähriger Krankenpflegeausbildung mit 90 % ebenfalls durchgängig erfüllt. Mindestens 50 % der Mitarbeiter haben eine Bobath-Schulung erhalten. Auf jeder Station ist mindestens ein Mitarbeiter als Praxisanleiter weitergebildet. Ein großer Anteil der Mitarbeiter im Pflegedienst verfügt über jahrelange Erfahrungen in der Geriatrie. Im therapeutischen Bereich sollten laut BAR mindestens 50 % der Physio- und Ergotherapeuten in der Anwendung des Bobath-Konzeptes ausgebildet sein und mindestens 50 % der Logopäden über eine F.O.T.T.-Zusatzausbildung verfügen. Im St. Elisabeth-Hospital Mettingen werden diese Quoten derzeit weit überschritten. Durchgängig eingehalten wird die von der BAR geforderte Rate an Masseuren mit einer Zusatzqualifikation Manuelle Lymphdrainage. Gefordert werden hier 100 %. Details zum gegenwärtigen Stand sind der Anlage 1 - Qualifikationsspiegel der Mitarbeiter im St. Elisabeth-Hospital Mettingen zu entnehmen. Alle Berufsgruppen im Haus arbeiten zusammen auf der Basis des 24-Stunden-Bobath-Konzeptes. Die hohe Bedeutung des Konzeptes zeigt sich an den Qualifikationsprofilen der Mitarbeiter sowohl im pflegerischen als auch im therapeutischen Bereich. Es werden regelmäßig interne und externe Fortbildungen zum Thema durchgeführt.
Fachliche Qualifikation kann nur so gut sein, wie die Zusammenarbeit der beteiligten Berufsgruppen. Aus diesem Grund verstehen sich die Mitarbeiter des St. Elisabeth-Hospitals als Team, in dem die verschiedenen Professionen gleichberechtigt nebeneinander stehen.
Die interprofessionelle Zusammenarbeit wird gewährleistet durch
Das St. Elisabeth-Hospital Mettingen betreibt eine kontinuierliche Qualitätssicherung gemäß den Qualitätsanforderungen und Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Geriatrie. Die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems auf der Grundlage der DIN ISO 9001:2008 erfolgte 2010, in 2011 konnte das erste Überwachungsaudit erfolgreich abgeschlossen werden. Durch die Arbeit in Qualitätszirkeln sowie durch standardisierte, regelmäßige interne und externe Fortbildungen zu verschiedensten Qualitätsmanagementthemen wird das Qualitätsmanagementsystem aufrecht erhalten und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Klinik ist Mitglied des MRSA-NET Region Münsterland/Enschede und erwarb bereits 2007 das Qualitätssiegel dieser Institution. Das Siegel garantiert ein MRSA-Screening aller Patienten zum Zeitpunkt der Aufnahme, so fern die Diagnostik im Vorfeld noch nicht erfolgte. Sanierungen werden MRSA-NET konform gemäß "Search and Destroy"-Prinzip durchgeführt.
Die Qualität der geriatrischen Versorgung ist nicht zuletzt dadurch gekennzeichnet, dass sie das individuelle geriatrische Rehabilitationspotential des alten Menschen erkennt, Erkrankungen in ihrer Multimorbidität umfassend diagnostiziert und die Konzeption der Behandlung auf die ganz persönlichen Erfordernisse und Bedürfnisse abstimmt. Entscheidend für die Behandlungsqualität sind neben dem geriatrischen Fachwissen auch die verfügbaren strukturellen Rahmenbedingungen, in denen das geriatrische Behandlungsteam gemeinsam tätig sein kann.