Atemnot? Brustschmerzen? Bewusstlosigkeit? Ein schwerer Unfall? Bitte wählen Sie bei einem solchen Notfall sofort die
Die therapeutische Arbeit mit der Gesamtfamilie macht ein neues Zusammenleben für alle Familienmitglieder möglich: Sie lernen die Beziehungen zueinander und den Umgang miteinander zu verbessern, verstehen die Bedeutung von Symptomen besser und meistern neue Entwicklungsaufgaben gemeinsam.
Einzel- und Gruppentherapien werden in Form von tiefenpsychologisch fundierten Sitzungen, Verhaltenstherapien und Therapien unter systemischen Grundannahmen angeboten.
Nonverbale Therapien finden u. a. als Spieltherapie, Gestaltungstherapie und Bewegungstherapie statt.
Ein weiterer Baustein der Behandlung kann, nach sorgfältiger Abwägung, die Pharmakotherapie sein.
Sozialpädagogen/-arbeiter, Heilpädagogen und Erzieher sind für die pädagogische Gruppenarbeit zuständig. Im sozialen Umfeld der Tagesklinikgruppe lernt das Kind bzw. der Jugendliche, mit eigenen Schwächen und Stärken adäquat umzugehen und die Kontaktaufnahme zu anderen Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Die Pädagogen stimmen mit den Eltern pädagogische Ziele und Schritte zur Umsetzung ab. Die Kinder bzw. Jugendlichen können die in den pädagogischen Kleingruppen erarbeiteten Verhaltensweisen und Sozialkompetenzen situativ im Gruppenalltag anwenden.
In Einzel- und Gruppentherapien soll der Patient eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten entdecken, erlernen, umsetzen und daran wachsen. Dazu werden nach intensiver Verhaltensbeobachtung Therapieziele ausgearbeitet die, laufend modifiziert, durch gezielte Angebote mit dem Patienten verfolgt werden.
Im Bedarfsfall werden Elternhospitationen angeboten.
Sozialarbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist eng an die verschiedenen therapeutischen und pädagogischen (Be-)Handlungsmodelle gekoppelt. Auf der Grundlage der diagnostischen Befunde und des aktuellen Therapieplanes unterstützt sie den Patienten und sein Bezugssystem, indem sie Rahmenbedingungen schafft, die eine positive Lebensperspektive für den Patienten ermöglichen können.
Bei Bedarf ist eine umfassende Beratung durch den Sozialarbeiter der Tagesklinik möglich: Z. B. Unterstützung bei rechtlichen Fragestellungen, in finanziellen Notlagen und bei Problemen im Umgang mit Behörden.
Durch die angegliederte Heinrich-Hoffmann-Schule können Schüler die Lernangebote der verschiedenen Schulformen nutzen. Das Unterrichtsangebot richtet sich nach den individuellen Voraussetzungen des Schülers, nach Alter und Entwicklung, Lern- und Leistungsstand, Sozialverhalten und dem Grad der psychischen Störung.
Die Arbeit in der Schule steht in engem Zusammenhang mit dem therapeutischen Prozess in der Tagesklinik. Die schulischen Anforderungen werden so gestaltet, dass sie dem jeweiligen Krankheitsbild und Behandlungsablauf entsprechen. Gemeinsam mit den Eltern und den Mitarbeitern der Tagesklinik planen die Lehrkräfte die weitere Schullaufbahn der Schüler, helfen bei Umschulungen und leisten gegebenenfalls auch Nachbetreuung.
Die Psychomotorik ist ein entwicklungsbegleitendes, ganzheitliches Konzept zur Prävention, Rehabilitation oder Behandlung bei motorischen und psychosozialen Entwicklungsauffälligkeiten und -störungen.
Die Psychomotorik will über Situationen des Erlebens, Wahrnehmens, Bewegens zu einem körperlichen, psychischen, geistigen und sozialen Wohlbefinden beitragen.
Allgemeines Ziel der Psychomotorik ist es, die Persönlichkeit des Menschen über motorische Lernprozesse zu entwickeln.
Eingebettet in das therapeutische Gesamtkonzept wird in der Tagesklinik eine hundgestützte Therapie angeboten. Die positive Wirkung, die der Hund auf den Patienten haben kann, wird genutzt, um die für ihn individuell erarbeiten Ziele zu erreichen. Dabei geht es z.B. um Aufbau bzw. Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen, wodurch die Kommunikation, die Interaktion und das Lernen erleichtert werden kann
Zusätzlich bieten wir den Kindern und Eltern indikationsbezogene Maßnahmen an:
Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Mitarbeit in verschiedenen Gremien sowie die Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten und den nichtärztlichen Psychotherapeuten, Kliniken und Institutionen wie z. B. Erziehungsberatungsstellen, Schulen und Jugendämtern.
Die enge Zusammenarbeit ermöglicht einen intensiven Austausch über die Möglichkeiten und Grenzen der Kooperationspartner. Das Ziel ist u. a., Aufträge für die beteiligten Institutionen genau zu klären im zu erstellenden Gesamtplan für die Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien.