Familiale Pflege

Pflegebedürftigkeit - mit diesem Thema werden immer mehr Menschen konfrontiert. Wenn sich Angehörige pflegebedürftiger Menschen für eine Betreuung im häuslichen Umfeld entscheiden, treten häufig unvorhergesehene Schwierigkeiten auf. Viele Angehörige haben deshalb einen Unterstützungsbedarf. Dieser Unterstützungsbedarf kann durch das Programm der Familialen Pflege gemindert bzw. behoben werden.

Die Familiale Pflege ist ein Modellprogramm der AOK - Gesundheits- und Pflegekasse, welches von der Universität Bielefeld wissenschaftlich begleitet wird. Das Modellprogramm dient der Unterstützung und Kompetenzförderung von pflegenden Angehörigen im Übergang vom Krankenhaus in die poststationäre Versorgung.

Ziel des Programms ist es, pflegende Angehörige

  • in der neuen Lebenssituation zu stärken
  • vertraut zu machen mit Pflegetechniken, um die häusliche Versorgung zu erleichtern und den eigenen Körper zu schonen
  • über das vielfältige Angebot von Pflegehilfsmitteln und deren Anwendung zu informieren.

Die Mathias-Stiftung beteiligt sich an dem Modellprogramm der Familialen Pflege. Unsere Pflegetrainerinnen sind Pflegefachkräfte mit einer Weiterbildung, die auf die Unterstützungsbedarfe der pflegenden Angehörigen abgestimmt sind. Zu ihren Aufgaben gehören die Erfassung des Unterstützungsbedarfes der Angehörigen sowie die Organisation und Durchführung von Pflegetrainings, Initialpflegekursen, speziellen Initialpflegekursen für Angehörige von Patienten mit Demenz, Familienberatungsgesprächen sowie Gesprächskreisen. Alle Angebote sind kostenlos.

Pflegetrainings qualifizieren Angehörige für die Ausübung spezifischer Pflegeverrichtungen. Die Trainings sind individuell auf die Situation abgestimmt. Deshalb werden Angehörige bereits am Krankenbett im Krankenhaus (Pflegetraining im Krankenhaus) und nach dem Krankenhausaufenthalt in der Wohnung des Patienten (Pflegetrainings im häuslichen Umfeld) beraten und angeleitet. Die Unterstützung durch die Pflegetrainerinnen kann bis zu sechs Wochen nach der Entlassung von allen pflegenden Angehörigen in Anspruch genommen werden.

Initialpflegekurse sind vertiefende Angebote. Im Rahmen dieses Kurses werden Pflegetechniken und -handlungen sowie der Umgang mit Hilfsmitteln besprochen und eingeübt. Ein wichtiger Aspekt der Initialpflegekurse ist der Austausch mit anderen Betroffenen, deshalb finden die Kurse in Kleingruppen statt.

Kurse für Angehörige von Patienten mit Demenz sind spezielle Pflegekurse. Sie richten sich aber auch an alle Interessierten. In den Kursen werden Inhalte rund um das Thema Demenz vermittelt. Auch hier liegt der Schwerpunkt im Austausch untereinander, insbesondere beim Thema Hilfe zur Selbsthilfe.

Gesprächskreise für pflegende Angehörige dienen dem Austausch mit Betroffenen. Zudem beantworten die Pflegetrainerinnen und -trainer Fragen und geben Tipps für den Alltag.

Unsere Pflegetrainerinnen sind: